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Schloss Königswart (Zámek Kynžvart)

aktualisiert 25.11.2024 | 09:06

Geschichte des klassizistischen Schlosses Kynžvart bei Marienbad ist eng mit der Fürstenfamilie Metternich verbunden.

Schloss Königswart
fotoaparat Schloss Königswart in Bad Königswart
© Jiří Vaníček

Schloss Königswart: ein verborgener Schatz im Herzen der Kurregion

Das Schloss Königswart (tsch. Zámek Kynžvart) ist eine klassizistische Sommerresidenz in Westböhmen, in der Nähe von Marienbad. Es ist vor allem durch seinen prominenten Besitzer, Fürst Klemens Václav Nepomuk Lothar von Metternich, bekannt, der eine wichtige Figur in der europäischen Politik des 19. Jahrhunderts war. Das Schloss ist von einem der größten englischen Parks des Landes umgeben und beherbergt reiche Sammlungen von Kunstwerken, Münzen, Waffen, seltenen Büchern und Kuriositäten, darunter persönliche Gegenstände berühmter historischer Persönlichkeiten.

Ende des 16. Jahrhunderts wurde von den Herren von Cedvice im Tal unterhalb der Burg Kynžvart ein Renaissanceschloss errichtet. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurde die Kynžvart-Länderei jedoch von Christoph Heinrich dem Jüngeren von Cedvice wegen seiner aktiven Teilnahme am Ständeaufstand gegen Kaiser Ferdinand II. beschlagnahmt. Die Gebrüder Metternich wurden 1630 die neuen Besitzer des Schlosses und der umliegenden Ländereien. In den Jahren 1681-1691 ließ Philipp von Metternich aus den Resten der verfallenen Burg Cedvic ein neues Barockschloss errichten. Das Schloss hatte den typischen Charakter eines Landhauses.

Der berühmteste Besitzer von Schloss Kynzvart war Clemens Wenzel Lothar Johann Nepomuk, 2. Fürst von Metternich-Winneburg (* 15. Mai 1773 Koblenz, † 11. Juni 1859 Wien), der dem Schloss Kynzvart sein heutiges Aussehen gab. Er war ab 1809 Außenminister und von 1821 bis 1848 Kanzler des "Habsburger Hauses, Hofes und Staates". Kanzler Metternich lebte meist in Wien. Das alte Barockschloss entsprach nicht mehr den Repräsentationsansprüchen des Kanzlers und so ließ er es zwischen 1820 und 1839 im Stil des Wiener Klassizismus umbauen. Der Umbau wurde von dem hervorragenden Wiener Architekten Pietro Nobile durchgeführt. Die Pläne für den Umbau mussten die vielen Anregungen und anspruchsvollen Forderungen des Kanzlers berücksichtigen. Die Umsetzung der Pläne war keine billige Angelegenheit. Metternich finanzierte den Wiederaufbau des Schlosses mit einem Darlehen des Bankiers Salomon Rothschild in Höhe von 900.000 Gold (ca. 45 Millionen Euro). Fürst Metternich empfing in dem wieder aufgebauten Schloss bedeutende Besucher. So zum Beispiel Zar Alexander I. von Russland, der ihm bolschewistisches Saatgut als Geschenk mitbrachte, Zar Nikolaus I. und den Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Zu Beginn der Revolution im März 1848 trat der Kanzler zurück und lebte drei Jahre lang im Exil in London. Nach seiner Rückkehr aus London hielt er sich bis zu seinem Tod häufig in Kynzvart auf.

Adresse

Národní památkový ústav
Státní zámek Kynžvart
354 91 Lázně Kynžvart
Tschechische Republik

Kontakte

Telefon: (+420) 773 776 630
E-mail: kynzvart@npu.cz
Webseiten: www.zamek-kynzvart.cz

Navigation

GPS: 50°0'15.342" N ; 12°36'20.745" E

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Stichworte:
Architektur Ausflugstipps Bad Königswart Historische Gebäude Parkanlagen Schlösser
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