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Karlsbad (tsch. Karlovy Vary)

aktualisiert 15.10.2025 | 14:47

Willkommen in Karlsbad (Karlovy Vary), dem Juwel des tschechischen Kurwesens. Seit 2021 gehört die Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe und begeistert mit dem berühmten Sprudel – der heißesten Thermalquelle Tschechiens. Spazieren Sie durch prachtvolle Kolonnaden im pseudorenaissance Stil, die einst Zar Peter der Große und James Bond beherbergten, und entdecken Sie die natürlichen und architektonischen Superlative, die Karlsbad zu einem der schönsten Kurorte Europas machen.

Kurort Karlsbad (Karlovy Vary)
fotoaparat Karlsbad (tsch. Karlovy Vary)
Foto: Shutterstock.com

Karlsbad – Die Perle der tschechischen Kurstädte

Karlsbad ist die größte und bekannteste Kurstadt der Tschechischen Republik und zugleich die meistbesuchte. Der Legende nach entdeckte Kaiser Karl IV. beim Jagen eine heiße Quelle und ließ um 1350 ein Heilbad errichten. Bereits 1370 erhielt die Siedlung Stadtrechte. Die Stadt liegt malerisch am Fluss Tepl (tsch. Teplá) und am Rande des Kaiserwaldes (tsch. Slavkovský les), umgeben von bewaldeten Hügeln mit zahlreichen Aussichtspunkten. Am 24. Juli 2021 wurde Karlsbad im Rahmen des Projekts „Great Spa Towns of Europe“ offiziell in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen – eine Anerkennung für die architektonische Eleganz und die traditionsreiche Kurkultur, die Europas Wellnessgeschichte vom 18. bis 20. Jahrhundert maßgeblich geprägt hat.

Die goldene Ära und Heilmethoden

Bereits im 16. Jahrhundert revolutionierte der Karlsbader Arzt Václav Payer die Kurmedizin mit der Trinkkur aus Thermalwasser – statt der damals üblichen Bäder. Dies markierte den Beginn der "Goldenen Ära", in der europäische Eliten Karlsbad besuchten: Zar Peter der Große, Kaiser Franz Joseph I., Goethe, Beethoven, Paganini, Chopin und Dvořák. Heute können Gäste über 80 heiße Quellen kosten – weltweit einzigartig – davon sind 16 öffentlich zugänglich. Die traditionellen Anwendungen wie Trinkkuren und Thermalbäder verbinden historische Heilkunst mit modernem Wellness.

Karlsbader Superlative: Der Sprudel und Kolonnaden

Der König der Quellen: Der Sprudel

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Sprudeldie heißeste und ergiebigste Thermalquelle Mitteleuropas mit bis zu 73,4 °C. Unter Druck von Kohlendioxid schießt das Wasser bis zu 12 Meter hoch und liefert bis zu 2000 Liter pro Minute. Die moderne Sprudelkolonnade im funktionalistischen Stil von 1975 schützt die Quelle. Eine Führung durch das historische Untergeschoss zeigt alte Rohrsysteme, Ablagerungen des Sprudelsinter und die Herstellung der berühmten "Steinrosen" – beliebte Souvenirs.

Architektonische Vielfalt: Kolonnaden in verschiedenen Stilen

Karlsbad bietet die höchste Kolonnaden-Dichte Tschechiens. Die majestätische Mühlbrunnkolonnade von Josef Zítek beherbergt fünf Quellen und ist mit zwölf Sandsteinfiguren der Monate geschmückt. Die elegante Parkkolonnade aus Gusseisen – entworfen von Fellner & Helmer – ist die älteste erhaltene ihrer Art. Die hölzerne Marktkolonnade im Schweizer Stil schützt die Quellen Markt und Karl IV., über denen ein Relief die Entdeckung der Quellen erzählt. Die Schlosskolonnade im Jugendstil von Friedrich Ohmann dient bis heute der Trinkkur.

Kaiserlicher Luxus, Film und Kultur

Das Grandhotel Pupp – seit 1701 – ist das Herzstück des Internationalen Filmfestivals Karlsbad (KVIFF) und wurde im James-Bond-Film "Casino Royale" als Hotel Splendide berühmt. Das Kaiserbad (Bad I), einst modernster Kurkomplex, dienten als Drehort für die Casino-Szenen. Sakrale Highlights sind die klassizistisch-barocke Kirche St. Maria Magdalena von K. I. Dienzenhofer und die orthodoxe Kirche St. Peter und Paul mit goldenen Kuppeln – die größte ihrer Art westlich der ehemaligen Sowjetunion.

Karlsbader Geschmack und Kultur

Zur Kuratmosphäre gehören auch kulinarische Spezialitäten. Becherovka – der "13. Karlsbader Quelle" – entstand 1807 als Magenlikör und gilt bis heute als Heilmittel. Ein Besuch im Becherovka-Museum ist ein Muss. Ebenso legendär sind die Karlsbader Oblaten, deren Tradition bis 1788 reicht – geschätzt von Mozart und Goethe. Zusammen mit Becherovka und den Porzellan-Trinkbechern sind sie beliebte Souvenirs. Die weltberühmte Glashütte Moser ergänzt das kulturelle Angebot mit handgefertigtem Kristallglas von höchster Qualität.

Ausflüge rund um Karlsbad

Karlsbad ist idealer Ausgangspunkt für Erkundungen der Region. Besuchen Sie die gotische Burg Loket – eng mit der Legende der Quellentdeckung verbunden. Das Schloss Bečov nad Teplou beherbergt das kostbare Reliquiar des hl. Maurus. Naturfreunde lieben die Svatošské-Felsen an der Eger – perfekt für Wanderungen. Die beste Aussicht bietet Goethes Aussichtsturm (1889), ergänzt durch die romantische Diana Aussichtsturm (per Seilbahn erreichbar) und den Felsen Jelení skok. Familienfreundlich ist der „Christkindlweg“ in Boží Dar im Erzgebirge.

Planen Sie Ihre Reise nach Karlsbad noch heute und entdecken Sie eine der schönsten Kurdestinationen der Welt!

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