Die Karolinenquelle wurde als "Neue Quelle" bezeichnet, als sie 1809 von dem Tepler Mönch Paul Harnet entdeckt wurde. Im Jahr 1811 wurde der Brunnen mit einer Kuppel überdacht, die von acht korinthischen Säulen getragen wurde. Die Quelle selbst wurde 1819 zu Ehren der Frau des damaligen Kaisers Franz I., Caroline Augusta, in Karolinenquelle umbenannt. Der Maler Maurus Fuchs malte an der Decke der Kuppel eine Weiheszene mit den Porträts von Abt Reitenberger, Dr. Johann Josef Nehr, Graf Kolowrat und Kaiserin Caroline. Bereits 1823 musste das Gemälde jedoch übertüncht werden, weil die Darstellung einer der Figuren angeblich nicht gut gelungen war und bei den Kurgästen für große Heiterkeit sorgte (war es nicht die Kaiserin selbst?). Im Sommer 1870 wurde die Ferdinandsquelle aus Úšovice zu Trinkzwecken in den Pavillon geleitet. Im Jahr 1872 wurde der Pavillon umgebaut und um zwei Flügel auf beiden Seiten des Pavillons erweitert. Damals hieß die Kolonnade "Ferdinandsquellekolonnade" - die Karolina Quelle war nicht verfügbar und wurde in Nové Lázně abgeleitet. Im Jahr 1912 wurde die Rudolfsquelle aus Úšovice hierher gebracht. Die Kolonnade wurde unter dem Namen "Rudolfsquelle" bekannt - so lautet auch die Inschrift am oberen Ende des zentralen runden Pavillons, die auf Postkarten aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zu sehen ist. Die ursprüngliche Kolonnade über der Quelle war bis 1986 in Betrieb. Bei der späteren Rekonstruktion der Promenade im Jahr 1986 wurde eine Nachbildung des ursprünglichen Pavillons neben der Kolonnade errichtet, die etwa 10 m näher an der Hauptkolonnade steht. Die ursprüngliche Kolonnade wurde nach der vollständigen Fertigstellung der neuen Kolonnade entfernt. Das ganze Jahr über standen zwei identische Kolonnaden nebeneinander - eine Attraktion für alle Fotografen.